Dienstag, 23. Februar 2010

Sa., 20.02.2010, Feeder-Training Bunkerhaven Maasbracht

Hallo Sportfreunde,

es ist vollbracht! Nach Wochen des Wartens und Zähneknirschens aufgrund anhaltender Minustemperaturen und Schneefällen startete ich am vergangenen Samstag in das Angeljahr 2010. Es war schon ein tolles Gefühl, mal wieder früh morgens aufzustehen, Futter zu mischen, Köder vorzubereiten und auf die 70 km lange Strecke nach Maasbracht aufzubrechen. Im dortigen Bunkerhaven angekommen stand ich angesichts nur eines einzigen Anglers auf der Landzunge vor der Qual der ( Platz- )Wahl. Ich entschied mich schlussendlich aufgrund des aufkommenden böigen Windes für die Stadtseite und den Platz zwischen dem Touristenausflugsschiff "Scheldevallei" der Reederei Stiphout und dem Hafenschlepper...dessen Besitzer zeigten sich von meinem Vorhaben wenig begeistert...hatte ich sie doch beim Entenfüttern gestört ;-) Auf dem folgenden Foto seht Ihr den von mir gewählten Platz...da sind die Enten noch da...am rechten Bildrand...



Auf diesem Platz fand ich eine windgeschützte Stelle, mit der ich aufgrund der Fangergebnisse der letzten Jahre auch ausnahmslos gute Erinnerungen verband. Es war zugegebenermaßen noch verdamt kalt, daher packte ich mich zunächst dick ein...hier setze ich auch bei Minustemperaturen auf den Water-X-Anzug von Browning und die Wind-X-Jacke...diese Kombination ist auch nach mehreren Stunden noch angenehm warm und absolut wasserdicht. Das atmungsaktive Material verhindert darüber hinaus das Schwitzen...insgesamt eine lohnenswerte Investition für den Angler, der seinem Hobby nicht nur im Sommer und bei Sonnenschein nachgeht...

Nach dem Ausrichten der Kiepe und des Feederarms galt es, das passende Ruten-Setup für das sensible Fischen auf vorsichtige Winterrotaugen zusammenzustellen. Ich entschied mich für die neue KING-Feeder All Seasons 390 cm in Verbindung mit der Weitwurfmaschine Force Feeder Extreme und meiner seit Langem favorisierten Schnur, der Quantum Quattron PT in der Stärke 0,08mm, welche sich beim Feedern auf kurze und mittlere Distanzen bestens bewährt hat. Ich verhalte mich an dieser Stelle sicher ein wenig anders als die meisten Feederfischer, indem ich stets ohne Schlagschnur, sondern nur mit einem 1m langen Nylonvorfach fische. Am Samstag fischte ich einen ( aufgrund der in Maasbracht vorkommenden Brassen und grossen Rotaugen jenseits der Kilomarke ) etwas stabileren, aber nicht wirklichen dickdrähtigen Haken der Grösse 18 an einem 0,10er Vorfach. Meine Futtermischung bestand aus einem Kilo Browning KING River Feeder, aus welchem ich am Morgen die groben Bestandteile ausgesiebt hatte und 50 g Duftstoff "Lake Cracker". Dem Boden angepasst entschied ich mich noch vor Ort dafür, das Futter dunkelbraun einzufärben, um möglichst wenig Verdacht bei den scheuen Rotaugen zu wecken. Ein Speedkorb von 40 g, freilaufend in meiner favorisierten Schlaufenmontage, vervollständigte die Montage. Auf einer Distanz von etwa 40 m fand ich eine saubere Stelle von etwa 5 m Tiefe. Das war zwar etwa 2,5-3 m weniger als auf der gegenüberliegenden Landzunge zu erwarten war, doch ich erhoffte mir aufgrund der zahlreich anwesenden Kormorane im Schutz der Boote grössere Fangchancen.
Nach dem Ablängen machte ich ein paar Probewürfe mit der KING All Seasons, welche ich mit einer 1oz-Kohlefaser-Hohlspitze ausgestattet hatte. Bereits bei den ersten Würfen erschrak ich heftigst...mit dem bei meinen bisherigen Ruten nötigen Kraftaufwand flog die Schnur derart heftig in den Schnurclip, dass ich vorsichtshalber überprüfte, ob sie an dieser Stelle nicht vielleicht Schaden genommen hätte. Ich hatte Glück und die Schnur war unversehrt. Ich fand durch 3-4 weitere Probewürfe heraus, dass ich aufgrund der hervorragenden Schnellkraft der Rute ( hier steht sie ihrer 420 cm langen Schwester in nichts nach ) und der großen Ringe nur maximal den halben Kraftaufwand einsetzen musste, um meine Stelle dauerhaft zielsicher und präzise anzuwerfen. Die Hohlspitze sorgte zudem für das Ausbleiben des bei Glasfaserspitzen häufig auftretenden "Flatterns" bei Distanzwürfen und im Wind. Einfach traumhaft so...in den nächsten Wochen werde ich die neuen Browning-Hohlspitzen einmal genauer unter die Lupe nehmen. Einen entsprechenden Bericht findet Ihr wieder auf www.matthias-weigang.de.

Dann wurde die Waffe "geladen und entsichert", sprich der Futterkorb gefüllt und der Haken mit zwei Maden bestückt. In den Futterkorb füllte ich bei jedem Wurf 5-10 Pinkies und setzte die Fische so auf "Diätkost". Schliesslich sollten sich die Rotaugen und Brassen für meinen Hakenköder interessieren und nur am Rande für die herumliegenden Lebendköder. Aus diesem Grund setze ich im Winter auch seltenst die sonst übliche Initialfütterung von 6-10 Körben, um den Platz aufzubauen, sondern serviere nur einen überschaubaren "Gruß aus der Küche". Auch am Samstag verzichtete ich vollständig auf diese initialen Appetithappen und schlaufte sofort beim ersten Wurf mit Futter den beköderten Haken ein. Ein weiterer Wurf ohne jeden Kraftaufwand brachte den Korb und den Köder wieder präzise auf meine Angelstelle. Nun hiess es warten. Im Winter, insbesondere bei unklarem Beissverhalten, werfe ich anfänglich nur etwa alle 10-12 Minuten neu ein. Im Sommer ist die Frequenz mit aktiverem Fressverhalten der Fische deutlich kürzer, dann kann es auch schon mal ein Wurf alle 2 Minuten sein. Aber im Februar, bei eisigen Minustemperaturen, ist auch hier wieder Schonkost angesagt...Beim ersten Wurf bemerke ich nichts weiter...mir fällt auf, dass vorbeifahrende Schiffe die feine Hohlspitze nicht so weit durchbiegen, wie eine Glasspitze gleicher Stärke. Ein weiterer positiver Effekt der neuen BROWNING-Spitzen, denn so muss ich nach dem Passieren der Schiffe nicht nachspannen bzw. meine Spitze wieder in Position bringen. Die Spitze zieht sich selber wieder in die Ausgangsposition zurück. Topp...Als sich nach 10 Minuten noch kein Fisch für meinen Köder interessiert, versuche ich zunächst, durch das Einholen der Schnur um eine Kurbeumdrehung den Hakenköder mitten ins Futter zu ziehen. Anschliessend hauche ich dem Köder durch mehrfaches leichtes Ziehen an der Schnur über der Rolle noch etwas Leben ein. Nichts...Nach etwa einer Viertelstunde ist der zweite Wurf angesagt.Die Schnur wird ganz leicht gepannt, die Biegung der Spitze ist kaum wahrnehmbar. Nach 10 Minuten ziehe ich den Köder wieder ins Futter...und bekomme einen heftigen Biss...ein leichter Anschlag, eigentlich nur ein seitliches Ziehen, bringt mir den ersten Fisch der Saison, ein traumhaft blau gefärbtes Winterrotauge von etwa 350 g. Dieser frühe Fang verleiht mir Hoffnung, dass heute noch ein paar Fische drin sind...und das, obwohl mir einige in Maasbracht wohnhafte Angler am Freitag noch rieten, lieber zu Hause zu bleiben...nicht für Geld und gute Worte, Jungs ;-))
4-5 weitere Würfe bringen keine weiteren Bisse und so beginne ich, mit der Köderpräsentation zu "spielen". Ein Dipp, welcher mir im Winter schon gute Fänge beschert hat, ist das blaue Match-Dipp "Fishy Fingers" von Browning, wobei der Name Programm ist. Das Zeug hat eine klebrige Konsistenz, wodurch es für ausgesprochen lange Zeit am Köder haften bleibt und oft auch 2-3 Würfe und längere Liegezeiten im Wasser übersteht, und einen durchdringenden Fischgeruch. Es hebt sich deutlich von vielen anderen Dipps ab, welche mit ihren hohen Konzentrationen beworben werden, sich jedoch oftmals bereits beim ersten Auftreffen auf der Wasseroberfläche vom Köder verabschieden. Als Köder tausche ich nun eine der beiden Maden gegen eine rote Kunstmade aus und bekomme gleich beim ersten Wurf einen weiteren deutlich sichtbaren Biss, den ich wiederum mit einem nur leichten Anschlag beantworte, um mir die Schnur nicht durchzuknallen...Ihr erinnert Euch...zu Gunsten einer perfekten Sichtbarkeit der Bisse verzichte ich nahezu immer auf eine monofile Schlagschnur. Ein vertrautes Klopfen in der Rutenspitze signalisiert mir einen Brassen und in der Tat kann ich einige Sekunden später meine erste Platte in 2010 einnetzen. Etwa ein Kilo schwer und scheinbar ein Männchen, denn die hat doch in der Tat schon Laichausschlag...Junge Junge, wenn Du mal nicht ein bisschen früh dran bist... ;-)

Da ich insbesondere zur kalten Jahreszeit nicht viel von konzertiertem Duftstoff- und Dipp-Einsatz halte, versuche ich es bei den kommenden Würfen wieder mit Köder pur...was mir jedoch ausser einem Schnurschwimmer nichts mehr einbringt. Erst beim dritten Folgewurf, wiederum mit "Fishy Fingers" kann ich eine weitere Brasse erbeuten, wiederum 1 kg schwer und entweder ein weibliches Exemplar oder ein nicht ganz so frühreifes Männchen, weil ohne Laichausschlag. Danach wurde es ruhig...

Nach dreieinhalb Stunden beschloss ich, das Angeln zu beenden. Beim Einpacken erfuhr ich von einem Passanten, dass die drei Angler auf der Landzunge jeweils Schneider geblieben sind. Das hätte ich aufgrund des dort deutlich tieferen Wassers nicht erwartet. Aber auf der anderen Seite sah ich meine Platzwahl bestätigt und fühlte mich daher doch nicht ganz unwohl. Bei einem frischen Hering vom örtlichen Fischwagen liess ich den Tag ausklingen und freute mich über meine ersten Fangerfolge in diesem Jahr. Knapp 2,5 kg lassen sich unter den aktuellen Umständen ( Minustemperaturen und ziemlich braunes Wasser ) schon sehen, vor Allem, da die Fänge der letzten 5 Jahre aufgrund des Kormoraneinfalls im Hafen ( ich zählte 37 Stück vom Vogel des Jahres 2010, der ja gottseidank nach Angaben der Tierschützer nur Kleinfisch fängt und uns Angler daher nicht stören sollte ;-)) wohl auf mittlere Sicht nicht mehr erreicht werden. Leider kann ich nicht mit Fotos des Fanges dienen, denn aufgrund der Kälte ist während des Angelns der Akku meiner Kamera in die Knie gegangen...da war nichts mehr zu machen.

Am kommenden Wochenende gehts wieder los. Ich hoffe, dass die Vereinsweiher im Grenzgebiet dann wieder offen sind. Andernfalls werde ich Samstag wieder in Maasbracht aufschlagen. Anhaltende Plustemperaturen von bis zu 10 Grad sollten weiterhin für verbesserte Beisslaune der Fische sorgen. Ein Bericht folgt wie immer an dieser Stelle.

Gruss
Horst

Samstag, 13. Februar 2010

Neue Website von Matthias Weigang

Hallo Sportfreunde,

unser Browning-Frontmann Matthias Weigang hat eine neue Homepage veröffentlicht. Sie ist sehr informativ und ansprechend aufgemacht...

Guckt Ihr hier:
http://www.matthias-weigang.de

Viele Grüße
Horst

Der Winter geht zu Ende...


Hallo Sportfreunde,

da momentan aufgrund fortwährender Schneefälle und Minustemperaturen an Angeln nicht zu denken ist, vertreibe ich mir die freie Zeit überwiegend mit der Vorbereitung meiner Geräte für die kommende Saison. Zusätzlich telefoniere ich mit "Gott und der Welt", um die ersten Fangmeldungen aus den Gewässern der Euregio Maas-Rhein nicht zu verpassen...hierbei höre ich, wie in den letzten Tagen schon berichtet, des öfteren vom Lateraalkanal sowie, und das ist mir neu, von stellenweise akzeptablen Fängen aus dem Hafen Maasbracht. Das freut mich besonders, da dieser Hafen ( unterhalb der Schleuse bis zur Polizeistation ) in den letzten Jahren doch ziemlich von Kormoranen heimgesucht wurde und die Fänge, welche dort in den Wintermonaten der letzten Jahrzehnte mit Stipp- und Feederrute regelmäßig erzielt werden konnten, seit etwa 2007 gegen "Null" zurückgegangen waren.

Die Meldungen der letzten Tage sind für mich Grund genug, der Sache mal auf den Zahn zu fühlen. Hierzu werde ich am kommenden Samstag dem Hafen mit der Feederrute mal einen Besuch abstatten. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Ab Mittwoch sollen die Temperaturen übrigens über den Gefrierpunkt klettern und zumindest tagsüber auch erstmal dort bleiben...zu wünschen wärs uns ja...;-)


Viele Grüße und allen Jecken unter Euch ein paar schöne Karnevalstage!

Horst

Samstag, 6. Februar 2010

Im Westen nichts Neues...

Hallo Sportfreunde,

dieser gerne flapsig genutzte Spruch hat in diesen Tagen einen hohen Wahrheitsgehalt. Freuten wir uns vor einer Woche noch über Tauwetter mit schon fast zweistelligen Plusgraden, so lese ich heute frustriert, dass es spätestens ab Dienstag wieder Tag- und Nachtfrost geben wird, womit sich vermutlich auch das Karnevalswochenende als potenzieller Angeltermin erledigt hat.

Nichtsdestotrotz kann ich Euch kurz auf den neuesten Stand der anglerischen Ereignisse der letzten Tage bringen.

- An Maas und Julianakanal läuft so gut wie nichts...es befindet sich momentan eine ganze Menge Schmelzwasser in der Maas, welches durch Schleusungen auch in den Kanal gelangt und äusserst salzhaltig ist. Wie auch in den vergangenen Jahren verschliesst dieses Salz den Fischen das Maul. Insofern sind vereinzelte Fangmeldungen von bis zu 8 Fischen gegenüber dem Hafenbecken in Illikhoven wohl eher die Ausnahme denn die Regel.

Selbst an den klassischen Winterstellen wie dem Hafen Maasbracht und dem mit der Maas in Verbindung stehenden Noorderplas in Roermond bleiben momentan jegliche Fangmeldungen aus.

- Einige Meldungen erhalte ich vom Lateraalkanal...dort ist mit der Stipp- oder Feederrute der ein oder andere Fisch zu erbeuten. Für diejenigen von Euch, welche es nun so gar nicht mehr erwarten können...vielleicht eine Möglichkeit.

Die Genehmigungen des Verbandes Limburg für die Wettkämpfe des HSV OG Rolduc sind übrigens zwischenzeitlich erteilt worden. Somit sind die bereits im Dezember veröffentlichen offenen Angeltermine nun definitiv. Eine Übersicht findet Ihr hier.
Die Anmeldung kann, wie im Dezember beschrieben, ab sofort per email erfolgen. Die Vorgehensweise findet Ihr in folgendem Artikel noch einmal...
http://stippen-im-westen.blogspot.com/2009/12/anmeldungen-fur-die-wettkampfe-des-hsv.html

Bleibt zu hoffen, dass der Winter nun kurzfristig ein Einsehen mit uns hat und uns ans Wasser lässt. Zeit wäre es ja langsam allemal...

Viele Grüße
Horst

Dienstag, 26. Januar 2010

Schon wieder ein Giftunfall in der Maas ;-(

Hallo zusammen,

eben bekomme ich eine mail von Frank Leesmeister mit einem Bericht des niederländischen Radiosenders L1. Danach ist am gestrigen Montag von Beamten der Stadt Lüttich gegen 10 Uhr morgens ein Ölfilm auf der Maas entdeckt worden. Feuerwehr und Umweltdienst der Stadt begannen sofort mit einer Absaugaktion...

Nach dem Giftunfall im Sommer 2007 und dem darauffolgenden massiven Fischsterben ahne ich doch wieder Böses...ich halte Euch auf dem Laufenden! Wer sich die Schlagzeilen von damals noch mal anschauen will: http://www.volkskrant.nl/binnenland/article450380.ece/Gif_in_Maas_leidt_tot_zwem-_en_visverbod

Gruss
Horst

Samstag, 9. Januar 2010

Browning King Feeder - Eine Erfolgsstory geht weiter...

Die Story der Browning KING Feederruten begann bereits einige Zeit vor der eigentlichen Markteinführung im Jahre 2005, nämlich mit dem Sieg des Düreners Matthias Weigang beim King-of-Clubs-Finale in Irland in 2003.

Nach diesem aufsehenerregenden Sieg eines deutschen Teilnehmers bei einer der europaweit größten Angelveranstaltungen plante Browning die Entwicklung einer Feederrute nach Matthias` Vorgaben. Es folgte die Entwicklungsphase und heraus kam ein Feederruten-Flaggschiff, das bereits im ersten Jahr nicht nur in deutschen Anglerkreisen sowie der Fachpresse gefeiert wurde. Auch diverse Testberichte, zum Beispiel des renommierten englischen Fachmagazins „Angling Times“ berichteten begeistert vom neuen Star am Feeder-Himmel. Gelobt wurden nicht nur die hervorragende Verarbeitung und die positiven Wurfeigenschaften, sondern auch das angenehme Preis-Leistungsverhältnis der KING-Feeder.

Ich erinnere mich selber noch gut daran, dass ich meine ersten drei KING-Ruten, welche auch heute noch sehr gerne im Wettkampf einsetze, im Jahr 2006 zum Kurs von 130,00 EUR ergattern konnte.
In den Folgejahren zog dann der Preis für hochwertiges Kohlefaserrohmaterial enorm an und so entsprach es der geänderten Marktsituation, dass auch die Firma Browning die allgemeinen Preissteigerungen an den Endverbraucher in Form moderater Preisanpassungen weitergeben musste. In 2009 war die KING Feeder im Fachhandel und im www um ca. 180,00 EUR zu erhalten. Ein durchaus realistischer Preis für ein Spitzenprodukt, bedenkt man, dass gleichwertige Ruten der Mitbewerber kaum unter der 200,00 EUR-Marke zu bekommen sind und nicht selten auch an der 300 bzw. 400 EUR-Marke kratzen. So war es die logische Folge, dass die KING-Feeder-Serie sich durchsetzte und sich landauf, landab nicht nur in Deutschland, sondern auch insbesondere im niederländischen Grenzgebiet in vielen Futteralen erfolgreicher Feederangler wiederfindet.

Serie? Ja, denn die KING-Rutenfamilie wurde in den Jahren zwischen 2005 und 2009 um einige Modelle erweitert, um die unterschiedlichen Anforderungen aller Kunden bedienen zu können. So folgte zunächst mit der „All Seasons“ ein Modell für die leichte Angelei auf kurze und mittlere Distanzen bis ca. 60 m, wobei der Name sprichwörtlich Programm ist, wird sie doch mit 2 B-Teilen und insgesamt 5 Spitzen bis 2 oz geliefert. Zusätzlich kann mit einem Zwischenteil von 30 cm die Rutenlänge von 3,60 m auf 3,90 m verlängert werden, was zusätzliche Wurfweite bringt und den Einsatzbereich erheblich vergrößert. Die Aktion der Rute ist im Drill sehr weich und gleichmäßig, so dass sie aufgrund sehr weniger „Aussteiger“ auch an den englischen Commercials mit ihrem Karpfen- und sonstigem Großfischbesatz ihre begeisterten Anhänger fand.

Die Original-KING war 3,90 m lang und deckte mit 4 Spitzen zwischen 0,75 und 4 oz ( etwa 140 g ) einen sehr weiten Einsatzbereich ab. Selbst Würfe jenseits der 100 m konnten mit ein wenig Übung und der richtigen Wurftechnik regelmäßig erzielt werden. Vom Rotauge in Rolduc bis zur Barbe am Rhein bei Dormagen hat mich diese Rute lange begleitet und nie enttäuscht.

Insbesondere in der „Feederhochburg“ Niederlande, aber auch an zahlreichen deutschen Gewässern heisst die Devise jedoch nicht erst seit gestern „ jwd angeln“ ( janz weit drusse ), so dass es durchaus auch Situationen und Gewässer gab, in denen die KING Original ihren Meister fand...für diese Bedingungen wurde das Sortiment um die 4,50 m – Version der KING Feeder River mit einem Wurfgewicht bis zu 200 g und zuletzt um die brettharte KING Feeder Extreme mit ebenfalls 4,50 m Länge und 250 g Wurfgewicht erweitert.

Ab dem Jahr 2010 erfährt nun die KING-Familie ein umfangreiches Update und wurde in vielen Punkten noch weiter verbessert. In einer Reihe von Testberichten möchte ich Euch in den nächsten Wochen die neuen Ruten vorstellen und Euch die Verbesserungen näherbringen. Beginnen möchte ich heute mit der neuen KING Feeder ( also dem modifizierten Ursprungsmodell ). Ich hatte während des Mosella Feeder Finales in Germersheim die Freude, die Rute von Harry Poels ( Browning Niederlande ) probewerfen zu können und nachdem ich viermal hintereinander ohne jede Mühe in einen Clip in etwa 85 m Distanz geworfen habe, war ich restlos begeistert und konnte es kaum erwarten, die Rute endlich auch in meinem Futteral verstauen zu können.


Die Wurfeigenschaften der KING wurden durch die Verlängerung der Rute auf 4,20 m nochmals deutlich verbessert. Für den Einsatzbereich der Rute auf mittlere bis weite Wurfdistanzen ist eine 4,20 m Rute einfach angenehmer und auch bei schwierigen Bedingungen ( Böschung, Wind etc. ) kann der Futterplatz noch präziser angeworfen werden, was zu einem geringeren Streubereich und damit auch zu besseren Fängen führen wird. Trotz der zusätzlichen 30 cm wirkt die KING vom Durchmesser über dem Handteil eher filigran, und erinnert nicht wie einige andere Ruten dieser Länge an einen Besenstiel. „Fleischig“ trifft es, denke ich, am Besten, wobei der zusätzliche Durchmesser im Vergleich zum Vorgängermodell den Futterkorb auch auf zusätzliche Weite katapultiert. Es ist schön anzusehen, wie sich die Rute beim Werfen auflädt und die Entspannung des Materials zu diesem Katapult-Effekt führt. Grüne Zierwicklungen dekorieren das 2010er Modell zusätzlich und tun etwas für das Auge, das ja bekanntlich mitangelt.


Die Wurfeigenschaften werden durch im Vergleich zum 2005er-Modell vergrößerte Ringe, insbesondere im Bereich der Spitzen, unterstützt sowie durch einen abgeflachten Korkgriff, der dem Daumen mehr Halt und somit auch mehr Power verleiht.



Die Stärke des Materials wurde beibehalten. Ein Blick auf die Wandstärke an den Steckverbindungen zeigt, dass hier nicht gespart, sondern ordentlich Kohlefaser verbaut wurde.


Eine weitere Verbesserung ist die abschraubbare Endkappe, welche mit Zusatzgewichten ausgestattet werden kann und damit für unterschiedliche Rollengewichte individuell ausbalanciert werden kann. Diese Zusatzgewichte sind im 3er-Set ( 30 g / 35 g / 45 g ) preisgünstig bei Browning zu beziehen und tragen zu einem angenehmen Fischen, insbesondere bei Marathon-Veranstaltungen, bei. Ein weiteres Beispiel dafür, wie eine kleine Modifizierung eine große Wirkung nach sich ziehen kann.


Die Spitzen sind mit größeren Ringen versehen, mehrfarbig gestaltet und erhältlich in einer Bandbreite von 0,5 oz bis 5 oz und decken damit wirklich alle Bereiche des Feederfischens ab. Die 0,5 und 0,75 oz Varianten sind aus Glasfaser, ab der 1oz-Stärke sind die Spitzen aus Kohlefaser gefertigt. Zusätzlich sind ab 2010 passende Kohlefaser-Hohlspitzen von 1 oz bis 5 oz erhältlich, die unter Anderem eine noch sensiblere Bissanzeige ermöglichen. Mit einer Range von 14 unterschiedlichen Spitzen kann sich somit jeder Angler sein Ruten-Setup individuell aufbauen.




Die Rute ist im Fachhandel für den gleichen Preis wie ihre Vorgängerin erhältlich, es gibt jedoch Fachhändler, die die neue KING bereits zu Kracher-Preisen anbieten. Dies führt dazu, dass man sich auch gerne eine Zweit- und Drittrute in sein Futteral packt. Insbesondere bei wichtigen Angelveranstaltungen gewinnt man durch den Aufbau einer identischen Zweitrute oft wertvolle Zeit, die nicht selten über eine bessere Platzierung entscheidet, wenn man bei einem Abriss nicht neu montieren und ablängen muss.

Falls Ihr Interesse an der KING Feeder zu einem guten Preis habt, kann ich Euch als Fachhändler unseren Teamsponsor ans Herz legen
( www.angelgeräte-pelzer.de ). Er hat die KING zum „In die Hand nehmen, Testen und Verlieben“ in seinem Geschäft, so dass Ihr Euch auch ein eigenes Bild machen könnt.

Sofern Ihr Fragen zur Rute habt, die ich in meiner Vorstellung nicht beantwortet habe, stehe ich Euch per mail unter horstkolassa@aol.com gerne zur Verfügung.

Gruß
Horst

Sonntag, 3. Januar 2010

Winter Wonderland @ Rolduc

Hallo Sportfreunde,

Euch allen ein gesundes, erfolg- und fischreiches neues Jahrzehnt.

Heute morgen habe ich einmal in Rolduc vorbeigeschaut. An Angeln ist momentan natürlich nicht zu denken, aber trotzdem habe ich ein nettes Panorama vorgefunden...und Euch dieses mal im Bild festgehalten. Bitte seht unten...

Ich mag an dieser Stelle noch einmal den Neujahrsempfang des HSV OG Kerkrade erinnern...Alle Mitglieder sind herzlich am Sonntag, 17.01.2010 von 10.00 - 14.00 Uhr in der Kantine Rolduc eingeladen, einen Toast auf das neue Jahr auszubringen und ein paar gesellige Stunden zu verbringen.

Ich freue mich, viele von Euch dort zu treffen.





Bis die Tage, winterliche Grüße!
Horst